SWR Filmteam auf Spurensuche in Loßburg - Hinterrötenberg

„Das kalte Herz“ – ab 20.Oktober schlägt es in den Kinos.

Fast 190 Jahre nach Erscheinen des Märchenklassikers von Wilhelm Hauff kommt die Geschichte zurück in den Schwarzwald.

Genauer gesagt nach Loßburg – Hinterrötenberg in den Wald von Helga und Wilhelm Walter. Hier fanden vor gut einem Jahr die Dreharbeiten statt.

Eine idyllische Waldlichtung, geborgen inmitten großer Schwarzwälder Tannen, die Köhlerhütte und der Kohlenmeiler die Spuren des Kinofilms sind noch lebendig.

Sehr genau kann sich Wilhelm Walter an die Wochen mit dem Filmteam und den Schauspielernerinnern und erzählt gerne von seinen Erlebnissen.


"Das kalte Herz": Vom Märchen zum Fantasyfilm

Die Kino-Neuverfilmung wurde unter anderem im Wald bei Loßburg gedreht

Eines der berühmtesten Märchen aus der Feder Wilhelm Hauffs ist das im Schwarzwald angesiedelte »Kalte Herz«. Viele Szenen einer Neuverfilmung des Textes, die in zwei Wochen in die Kinos kommt, entstanden in einem Privatwald bei Loßburg.


»Wer durch Schwaben reist, der sollte nie vergessen, auch ein wenig in den Schwarzwald hineinzuschauen.« So beginnt »Das kalte Herz«, DAS Schwarzwald-Märchen schlechthin. Es handelt vom Köhler Peter Munk, der unbedingt reich werden will und dafür sein Herz gegen einen Stein eintauscht. 1827 in Wilhelm Hauffs »Märchenalmanach auf das Jahr 1828« erschienen, wurde das Kunstmärchen neunmal verfilmt. Für Furore sorgte auch Anfang 2016 das Musiktheaterstück »Das kalte Herz«, das in der Offenburger Reithalle aufgeführt wurde. Die neueste Verfilmung, die sich ein gutes Stück von der Vorlage entfernt, kommt am 20. Oktober in die Kinos; vorher finden in verschiedenen Städten Premierenvorführungen statt, zum Beispiel am 11. Oktober in Freiburg.



Stars wie Moritz Bleibtreu (als Holländer-Michel), Frederick Lau (Peter Munk) und Milan Peschel (Glasmännlein) drehten vor einem Jahr auch in Loßburg im Landkreis Freudenstadt, in der Glasmanufaktur Dorotheenhütte in Wolfach und am Schluchsee. Karin Armbruster, Leiterin der Tourist-Information Loßburg, hat den fertigen Film bereits gesehen und ist begeistert: »Es ist ein sehr schöner Film geworden. Die Handlung wurde ein wenig verändert, aber das Grundthema der verlorenen Herzlichkeit gegenüber den Mitmenschen ist geblieben – und passt in die heutige Zeit«, sagte Armbruster im Gespräch mit der Mittelbadischen Presse. Regisseur Johannes Naber spricht von einem »modernen Fantasyfilm, der das Märchen neu interpretiert und sich vor allem an Erwachsene richtet«. Am Dreh Beteiligte durften den Film bereits vor einigen Wochen in Alpirsbach sehen, so Armbruster.

»Ein mystischer Ort«
Vom Ort Loßburg sei in dem Streifen zwar nichts zu sehen, »aber der Film wurde größtenteils im Wald bei Loßburg gedreht«. Genauer gesagt: im Privatwald der Familie Walter im Ortsteil Schömberg-Hinterrötenberg. »Ein mystischer Ort«, findet Karin Armbruster.
Die Gemeinde habe übrigens kein Geld von der Produktionsfirma erhalten, aber die örtliche Hotellerie und Gastronomie hätten natürlich von der Anwesenheit der Filmschaffenden profitiert. Doch wie ist die Produktionsfirma eigentlich auf Loßburg als Drehort gekommen? Armbruster erzählt: »Eines Tages im Frühjahr 2015, als ich in der Tourist­info ausnahmsweise Dienst am Schalter hatte, kam ein Herr herein, der sehr viele seltsame Fragen gestellt hat, die nie ein Tourist stellen würde – unter anderem fragte er nach schönen Grubenstollen.« Armbruster wurde hellhörig und fragte den Herrn ganz offen, worauf er denn in Wirklichkeit hinauswolle. »Er entpuppte sich als ›Location Scout‹, also jemand, der im Auftrag von Filmproduzenten geeignete Drehorte sucht.«

Zusammen fuhren die beiden durch die verschneite Landschaft zu potenziellen Drehorten. Letztlich fand der »Location Scout« geeignete Stellen, und im September 2015 wurde bei Loßburg gedreht. In besagtem Wald in der Nähe des Ferienbauernhofs Walter wurde zum Beispiel eine Hütte aufgebaut, die die Behausung der Hauptfigur Peter Munk, eines Köhlers, darstellt. Diese blieb erhalten, wie auch der daneben befindliche Kohlenmeiler (Foto oben).



Themenweg geplant
Loßburg erhoffe sich einen Werbe-Effekt durch den Film, so Armbruster. »Auch wollen wir einen Themenweg zum ›Kalten Herz‹ erschaffen.« Und eventuell werde es 2017 eine Vorführung des Films unter freiem Himmel auf dem Hof der Familie Walter geben.

Autor:
Christoph A. Fischer


Kontakt

Der Walterhof steht mit langjähriger Erfahrung und engagierten Familienmitgliedern vor allem für eines: Urlaub auf dem Bauernhof in herrlicher Landschaft, zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Familien mit Kindern.


Walterhof im Schwarzwald

Helga & Wilhelm Walter

Hinterrötenberg 3
72290 Lossburg-Schömberg

Tel. +49 (0)7446-1241
Fax: +49 (0)7446-916230

e-mail info (at) walterhof.de

www.walterhof.de

Hier können Sie uns kontaktieren!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok