Vorpremiere „Das kalte Herz“ lockt 300 Besucher in den Klostergarten

von Petra Haubold, Südwest Presse

Eine gelungene Vorpremiere der jüngsten Verfilmung des Märchens „Das kalte Herz“ von den Gebrüdern Hauff erlebten begeisterte Filmfans am Samstagabend im vollbesetzten Innenhof der Klosterkirche. Ab Oktober kommt der Fantasyfilm in die Kino.

Alpirsbach/Loßburg.Die vielen Besucher genossen nicht nur den aufwändig inszenierten Märchenfilm, sondern auch die Leckereien, die das Team von Subiaco an diesem kühlen Sommerabend bereitstellte. Nach der kurzen Begrüßung von Vorstandsvorsitzenden Benedikt Petschl gab es vor dem eigentlichen Hauptfilm einen vergnüglichen Animationsfilm zu sehen, bei dem das Publikum lauthals mitsingen durfte. Trotz leichten Nieselregens kamen über 300 alte und neue Fans des Hauffschen Kultklassikers, um das Erlebnis des Freiluftkinos bei der Vorpremiere im Kreuzgarten zu genießen.


Ein Teil der Dreharbeiten war im Herbst 2015 auch in Loßburg, zum größten Teil auf dem Walterhof in Hinterrötenberg, und an verschiedenen Drehorten in der Umgebung.



Foto (von links): Helga, Wilhelm und Matthias Walter vom Walterhof Hinterrötenberg

So war es kein Wunder, dass sich Wilhelm Walter und seine Familie unter die Besucher mischten. „Wir haben fast zwei Wochen mit den Dreharbeiten auf unserem Hof gelebt, jetzt sind wir wirklich gespannt auf den Film“, erklärte der Besitzer eines der größten Waldbauernhöfe der Region. Denn nicht nur der hauseigene Ziegenbock durfte in einer Szene als Statist fungieren, auch einige Utensilien stellte Wilhelm Walter in Kooperation mit der Gemeinde Loßburg für eine Ausstellung im Obergeschoss des Subiaco-Kinos zur Verfügung.

Der Märchenklassiker von Wilhelm Hauff aus dem Jahr 1827 wurde in über zwei Stunden als fantastischer Abenteuerfilm neu erzählt.

Im ursprünglichen Originalschauplatz, dem Schwarzwald rund um Gutach und Wolfach drehte Regisseur Johannes Naber die aufwändigen Szenen in der Köhlerhütte.

Die Rolle des Peter Munk spielte Frederick Lau, der unlängst den Deutschen Filmpreis erhielt. Moritz Bleibtreu schlüpfte in die Rolle des bösen Holländer-Michel. Henriette Confurius verkörperte die Holzfäller-Tochter Lisbeth. Mit dabei waren zudem André Hennicke und Milan Peschel, der das gute Glasmännchen spielte.

In dem Märchen geht es um den bescheidenen Peter Munk und die hübsche Lisbeth, die sich ineinander verlieben. Deren Liebe steht unter einem schlechten Stern, den das Mädchen ist aus gutem Hause, der Köhlerjunge Peter ist arm und von niedrigem Stand. Um reich zu werden, schließt Peter einen teuflischen Pakt mit dem Holländer-Michel und lässt sich von ihm anstelle seines Herzens einen Stein in die Brust setzen. Dadurch wird Peter rücksichtslos und hat keine Gefühle mehr. So kommt er seinem Ziel schnell näher und wird reich und angesehen.

Nach einem Aufenthalt in Holland erkennt Lisbeth ihren Peter nicht mehr wieder und weist ihn zurück. Um das Mädchen zu gewinnen, muss Peter sein Herz wiederbekommen.

Beeindruckend waren zunächst die Bilder, die den Schwarzwald in mythischer Vorzeit zeigten. Gruselige Waldgeister und vergnügliche Tanzabende, die Last der schweren Arbeit und der Zusammenhalt in den Familien dominierten das Geschehen. Viele authentisch dargestellte Flößer-, Holzfäller- und Köhlerszenen später kam es zum spannenden Happy-End.

„In diesem Jahr hatten wir richtig Glück mit dem Wetter, die Saison ist toll angelaufen“, freute sich Benedikt Petschl nach der nunmehr 10. Open Air-Vorstellung. Über 2000 Zuschauer wurden bereits gezählt. Die Open Air-Saison endet am kommenden Mittwoch mit Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg“.

 


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Der Walterhof steht mit langjähriger Erfahrung und engagierten Familienmitgliedern vor allem für eines: Urlaub auf dem Bauernhof in herrlicher Landschaft, zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Familien mit Kindern.


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